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Großgeschiebe aus der Niederlausitz – Granitoide Teil 1

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Roter Augengranit (Nr. 264) am Tagebaurand Cottbus-Nord. Dieses Geschiebe wird weiter unten besprochen. – Am Beispiel der Granite einige Anmerkungen zu den Möglichkeiten der geschiebekundlichen Herkunftsbestimmung: nur wenige Granite weisen hinreichende petrographische Eigenheiten und eine begrenzte lokale Verbreitung auf, so dass ihre genaue Herkunft bestimmbar wäre. Angesichts des riesigen Einzugsgebietes der eiszeitlichen Gletscher muß man feststellen, dass diese Leitgeschiebe mengenmäßig einen winzigen Teil ausmachen. Weiterhin ist die Eignung vieler Leitgeschiebe unklar oder umstritten. Dies liegt auch an den in der Geschiebekunde verwendeten, z.T. wohlklingenden Lokalnamen der schwedischen Geologen. Die Namen suggerieren eine spezifische lokale Ausbildung, was für die Arbeit im Gelände sicherlich hilfreich ist. Hier bei uns im Abtragungsschutt eines ganzen Kratons verbleibt aber oft nur die Illusion einer Bestimmbarkeit, und der Wunsch ist vermutlich nicht selten Vater des Gedankens, einen Granit bzw. ein Gestein mit möglichst spezifischem Eigennamen anzusprechen.    Weiterlesen