Schlagwort-Archiv: Gneis

Großgeschiebe aus der Niederlausitz – Metamorphite

196_IMG_9569_H250cm

Größtes Geschiebe von etwa 2,50 m Höhe auf der Findlingshalde in Steinitz, ein migmatitischer Gneis (Nr. 096) mit grobkörnigen pegmatitischen Partien (Leukosom) und grauen, foliierten Gneispartien (Paläosom/Melanosom). Das Objekt ist mittlerweile verschwunden.    Weiterlesen

Schweden 2: SW-schwedische Küstenaufschlüsse

NW-Dolerite von Arild

IMG_5421_web

Noch auf der Kullaberg-Halbinsel liegt der kleine Fischerort Arild. Nordwestlich des Hafens, einige hundert Meter westlich des Badplats, steht küstenparallel ein Doleritgang an, der zu den im Permokarbon entstandenen NW-Doleriten gehört. Diese bilden ein NW-SO streichendes Gangsystem tausender Gänge basaltischer Gesteine im Grundgebirge Schonens. Sie sind auch in silurischen Sedimentgesteinen gefunden worden, müssen also jünger sein. Ihr Vorkommen ist im Osten durch die Protoginzone begrenzt. Diese Gänge bestehen aus Doleriten, untergeordnet Lamprophyren und den Kullaiten (nach Geisler 1996: trachytische Ganggesteine). Ihre Entstehung ist mit Dehnungstektonik im Zuge der Öffnung des Nordatlantiks gebunden und korreliert zeitlich etwa mit der Intrusion basischer Magmen des Kinne-Diabas und der Oslo-Gesteine (Geisler 1996).    Weiterlesen

Exkursion SW-Schweden 1: Kullaberg

IMG_5336

Blick auf einen Küstenabschnitt der Kullaberg-Halbinsel bei Kullens Fyr.

Eine geologische Exkursion führte mich im Sommer 2015 ins Grundgebirge SW-Schwedens und nach Småland. Natürlich ging es hierbei nicht nur um das Aufsammeln von Leitgeschieben, sondern vor allem um einen Einblick in die geologischen Zusammenhänge vor Ort. Die Verhältnisse stellen sich komplizierter dar, als man es von der bloßen Auseinandersetzung mit „Leitgeschieben“ erwarten könnte, siehe z.B. die zahlreichen Ausprägungen und Übergänge des „Flammenpegmatits“ bzw. deformierten Pegmatits weiter unten. Als Resumee einer ersten geologischen Schwedenreise lassen sich zwei Punkte deutlich herausstellen: 1. ich habe viel zu viele Proben mit nach Hause genommen 2. die Zeit reichte meist nicht aus für umfassendere Einblicke in die jeweils regionale Geologie. In diesem ersten Teil nun folgt eine kurze und allgemeine Einführung in die Geologie des Südwestschwedischen Granulitgebietes. Wem das zu sehr ins geologisch „Eingemachte“ geht, kann gleich weiter herunter scollen zur Überschrift „Kullaberg“. Der Transskandinavische Magmatitgürtels (TIB) folgt in Teil 4. Die Berichte sind wie folgt gegliedert:

Weiterlesen