Schlagwort-Archiv: Geologie

La Gomera I – Geologie

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Frischer Straßenanschnitt bei Epina. Ein basaltischer Gang von 10 m Breite  durchschlägt geschichtete Vulkanaschen und hinterläßt einen randlichen Kontakthof durch Frittung.

Der Vulkanismus der Kanareninsel La Gomera ist Gegenstand dieser Artikelserie. Die vulkanische Aktivität auf Gomera ist seit dem Quartär erloschen, die seitdem anhaltende tiefgründige Erosion macht aber zahlreiche subvulkanische Erscheinungen wie z.B. die „Roques“ (intrusive felsische Dome) oder den Basalkomplex mit Plutoniten zugänglich. In diesem Teil geht es nach einigen allgemeinen Bemerkungen zum Vulkanismus der Kanaren um einen aktuellen Abriß der geologischen Geschichte (Vulkanostratigraphie) der Insel. Es schließen sich ein kurzer Überblick über die Geomorphologie Gomeras und einige Bemerkungen zur Petrographie der Basalte an. Die folgenden Teile dieser Beitragsserie führen zu Bildern mit Erläuterungen zu geologischen und petrographischen Aspekten wichtiger Lokalitäten und Aufschlüsse:

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Oberlausitz

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Kelchsteinwächter im Zittauer Gebirge. Das Exkursionsgebiet zur Geologie der Lausitz umfaßt Lokalitäten im geographischen Dreieck Bautzen-Görlitz-Zittau. Die geologischen Erscheinungen in diesem Gebiet sind sehr vielfältig, einige werden hier in kommentierten Bildern gezeigt.   Weiterlesen

Zittauer Gebirge

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Blick von Norden vom Olbersdorfer See im Zittauer Becken auf die etwa 5 km entfernte, stark gegliederte Nordseite des Zittauer Gebirges mit einem Anstieg von 200-300 m.

Das Zittauer Gebirge im äußersten Südosten Sachsens kann mit ca. 48 km² Fläche als kleines, eigenständiges Mittelgebirge gesehen werden. Es ist wie die Sächsische Schweiz (Elbsandsteingebirge) genetisch verbunden mit dem Sächsisch-Böhmischen Kreidesandsteingebirge, und besitzt eine gemeinsame Nahtstelle im Böhmischen Niederland (Schluckenauer Zipfel). Die Sandsteine aus festlandsnah abgelagerten Meeressanden stammen aus der Zeit des Oberkreide (Turonium 93,9–89,7 mya). Gegen Ende der Kreidezeit setzte die Lausitzer Überschiebung ein. Das nördlich vorgelagerte Granitgebirge wurde auf den Sandstein überschoben, dieser herausgehoben, zeitgleich senkte sich das Zittauer Becken ein.  Weiterlesen

Geologische Streifzüge im Harz – Einführung

elbingerodeIm Mittelharz: Blick auf das Granitmassiv des Brockens und des Wurmbergs auf der B 27 bei Elbingerode Richtung Braunlage.

Der Harz als geologisch vielfältiges Mittelgebirge ist ein Teilstück des Variszischen Gebirges, welches vor 300 Millionen Jahren (Oberkarbon) große Teile Mitteleuropas umfasste (Thüringer Wald, Frankenwald, Rheinisches Schiefergebirge, Flechtinger Höhenzug etc., bis Südirland bzw. Südportugal verfolgbar). Damals wurden Sedimentgesteine aus dem Devon und Unterkarbon in der rhenoherzynische Zone der Varisziden gefaltet und leicht metamorphisiert (asturische Phase, 295 mya).

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Brandenburg: Bad Freienwalde

Ein lohnendes Ziel für geologische Betrachtungen in Brandenburg ist die Gegend um Bad Freienwalde, nicht zuletzt aufgrund ihres landschaftlichen Reizes. Der Hohe Barnim, eine durch mehrere Eiszeiten geformte Hochfläche glazialer Sedimente, bricht hier mit Höhenlagen von bis zu 150m über N.N. direkt zum Oderbruch (ca. 20m über N.N.) ab. Im Gebiet von Bad Freienwalde sind Schollen aus dem Tertiär, die gewöhnlich in einer Tiefe von 100-200m liegen, in die glazialen Ablagerungen hochgepresst worden. In zwei ehemaligen Tongruben im Hammerthal lassen sich diese Schichten beobachten.

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Kalksteinbruch in Faxe (Dänemark)

1Die Kalkgrube Faxe, etwa 20 km südlich von Køge, ist der größte Steinbruch Dänemarks, und, was einen Besucher aus Deutschland überrascht, für jedermann zugänglich. Es gibt einen beschilderten Rundweg durch einen nicht genutzten Teil des Steinbruchs, auf dem man die KT-Grenze besichtigen oder im Faxe-Kalk und im Flint nach Fossilien suchen kann. Empfehlenswert ist der Besuch des Geomuseum Faxe direkt am Kalkbruchrand. Weiterlesen

Geologische Streifzüge auf Møn: Møns Klint

DSC_0487Küstennah aufgeschlämmte Kreide aus der Steilküste erzeugt dieses Farbspiel von Möns Küste. Die Kreide aus dem Erdzeitalter der namensgebenden (Ober-)Kreide (vor 70 Millionen Jahren) wurde in der letzten Eiszeit durch die Gletscher aus Skandinavien überfahren und dabei in bis zu 50m dicken Schollen aufgepresst und aufgeschoben, danach von Abschmelzprozessen und Klima geformt. In diesem Artikel finden sich kommentierte Bilder zur Geologie von Möns Klint im Osten der Insel und einige Bilder von Fossilfunden. Weiterlesen

Brandenburg: Kiesgrube Oderberg-Bralitz

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Die Kiesgrube Oderberg-Bralitz ist durch das vermehrte Vorkommen von nordischen Sedimentgeschieben bekannt, insbesondere Kalksteine aus Kambrium, Ordovizium, Silur und Kreide. Nach ihrer Stilllegung 1993 wurde die Grube teilweise renatuiert, das Relief  abgeflacht, so daß heute nur noch eingeschränkte Fundmöglichkeiten existieren. Ebenso ist die Grube offenbar mittlerweile Tummelplatz von Motocrosstrainings, so daß die Ruhe beim Sammeln mitunter „auf der Strecke“ bleibt.    Weiterlesen