Schweden 7: Vulkanite um Lönneberga

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Blick vom Skuruhatt über die leicht hügelige Landschaft N-Smålands. Geologisch ist Småland in weiten Teilen von ehemals in der Erdkruste erstarrten Plutoniten und äquivalenten Vulkaniten geprägt. Letztere entstanden während einer Zeit intensiven und vermutlich auch höchst explosiven Vulkanismus vor 1,7-1,8 Ga. Während im vorigen Teil dieser Reisedokumentation eine kurze Einleitung über den TIB gegeben wurde, folgen hier nun einige allgemeine Bemerkungen zu den Vulkaniten in Småland, basierend auf Angaben in Nordenskjöld (1893), Persson (1973) und skan-kristallin.de. Einen Einblick in die Vielfalt von Gesteinen der vulkanischen Abfolge liefern anschliessend Bilder von Aufschlüssen und gesammelten Proben aus dem Raum Lönneberga als Teil des Sjögelö-Gebietes.   

 

Vulkanite in Småland

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Eine geologische Karte von Småland, verändert nach skan-kristallin.de, zeigt u.a. die Verbreitung der Vulkanite (gelb) neben Plutoniten (rot) in Småland. Ausserdem sind alle besuchten Fundpunkte von Vulkaniten im TIB zu sehen. In diesem Teil werden ausschließlich Proben aus dem Gebiet um Lönneberga (2) vorgestellt. Weitere Punkte: (1) Skurugata-Vulkanite, (3) Emarp-Porphyr, (4) Sjögelö-Porphyr, (5) Ignimbrit von Idekulla, (6) Vulkanite E Vena, (7) Gangporphyr Paskallavik, (8) Vulkanite SW Åseda (9) Vulkanite N Braås. 1, 3, 4, 5, 8 und 9 werden in Teil 6 besprochen, 6, 7 in Teil 8.

O. Nordenskjöld (1893) unterscheidet in Småland vier „Vulkanitgürtel“, die grob in W-E oder NW-SE-Richtung liegen: das Sjögelö-Gebiet im Norden, weiter südlich folgend Vetlanda-Oskarshamn, Laangemaala (Långemåla) und Lenhovda. Auf skan-kristallin findet sich eine detailiertere Unterteilung einzelner Gebiete neben weiteren kleinen Arealen mit zahlreichen Bildern von Proben.

Nach Persson (1973; Übersetzung durch A.P.Meyer) kommt in Småland eine große Bandbreite an Vulkaniten vor. Es gibt verschiedene Porphyrtypen: rote, dunkle, graue, braune etc. Von der Zusammensetzung her sind es meist Rhyolithe bis Dacite (Porphyrite). Weiterhin kommen als Gesteine der vulkanischen Abfolge Tuffe, Lapillituffe und Agglomeratlaven vor, alle diese Formen auch als Ignimbritablagerungen und oft metamorph überprägt als Hälleflinte. Teilweise existieren breite Übergangszonen zwischen Porphyren, Graniten und Apliten. Auch Granitgänge in den Porphyren und Zonen mit Eruptivbrekzien von Granit in Porphyr sind bekannt. Die Vulkanite in den „Dachregionen“ (Hesemann 1975) der Granite wurden durch Verwerfungen teilweise vor Abtragung bewahrt. Nach SP 37 (s. Literatur: Högdahl, Andersson, Eklund 2004) gehören fast alle Vulkanite zum TIB-1 (1.76–1.81 Ga).

Die Beschaffenheit der vulkanischen und subvulkanischen Gesteine in alten geologischen Beschreibungen hat eine verwirrende Vielfalt an Textur- und Gefügebezeichnungen sowie Lokalnamen hervorgebracht, die zum Teil überholt sind, zum Teil zumindest in der Geschiebekunde noch verwendet werden. Auf einzelne Begrifflichkeiten wird ggf. im Text eingegangen. Die Existenz von Lokalnamen sagt zunächst nichts über mögliche Spezifizität, Unverwechselbarkeit oder gar Eignung als Leitgeschiebe aus.

Die metamorphe Überprägung der Vulkanite ist lokal mehr oder weniger deutlich. Das erschwert die Zuordnung zu primären Strukturen/Texturen bzw. macht sie unmöglich (Persson 1973). O. Nordenskjöld hierzu, S.123: „Welches das ursprüngliche Aussehen dieser Gesteine war,…, dürfte kaum jemals enträthselt werden können. Jedenfalls waren sie vielen späteren Veränderungen unterworfen. Schon in der archaischen Peroide wurden sie, jedoch in sehr wechselndem Grade, dynamometamorphisch umgewandelt, was sich besonders durch schiefriges Gefüge, Kataklasphänomene, Sprünge u.s.w. kund thut. … Später ist die Lagerung gestört geblieben, aber das Aussehen ist wahrscheinlich in hohem Grade verändert durch Metamorphosen anderer Art, die auch schon in archaischer Zeit einwirkten. Die wichtigsten Erscheinungen derselben waren grossartige Entglasungsprocesse, durch welche eigenthümliche Structurformen entstanden; auch die Einsprenglinge sind weitergewachsen, und Neubildung von Mineralien hat stattgefunden.

Hälleflinte

Ein Teil der Vulkanite wird als Hälleflinta bezeichnet. Die Begrifflichkeit hat sich im Laufe der Zeit gewandelt, ursprünglich stammt der Begriff aus dem mittelschwedischen Bergbau („Felsenfeuerstein“). Nordenskjöld bezeichnet vulkanische Gesteine unter 0,03 mm Korngröße als Hälleflinta (dichte Gesteinsmasse). Törnebohm unterscheidet 5 Typen: quarzitische, porphyrische, brekzienartige, gestreifte und dichte Hälleflinte. Dabei gibt es große Unterschiede in Farbe und Dichte. Der Begriff passt somit auf zahlreiche Gefüge- und Texturtypen mit dicher bis feinkörniger Grundmasse und mehr oder weniger starker metamorpher Überprägung.

Petrographisch sind es meist Metarhyolithe, mehr oder weniger metamorph überprägte, saure Gesteine. Hälleflinte haben eine feuersteinartig dichte Gesteinsmasse. Daneben gibt es Leptite (umkristallisiert, feinkörnige Grundmasse), die mit den Hälleflinten durch Übergänge verbunden sind sowie Eurite („Hälleflintgneise“, veraltet). Alle Bezeichnungen sind nomenklatorisch entweder veraltet, umstritten oder begrifflich variabel, werden aber teilweise als nützliche Texturbeschreibungen in der Geschiebekunde weiter verwendet.

Aus dem Geschiebe sind als Hälleflinta v.a. die flintartig, eckigen, oft gestreiften, verwitterungsresistenten Vulkanite mit dichter Grundmasse bekannt. Die Variationsbreite der Hälleflinte ist groß. Zwar existieren einige in Hesemann (1975) und Zandstra (1988) beschriebene kleine Vorkommen mit hervortretenden Eigenheiten, im Geschiebe ist eine Zuordnung, zumal mit makroskopischen Mitteln, schwierig. Auch die Einzigartigkeit dieser speziellen Vorkommen dürfte oft in Frage stehen. Unter den Hälleflinten lassen sich jene mit streifigem Gefüge oder mit wenigen, verschwommenen Einsprenglingen mit Einschränkungen als (statistisches) Leitgeschiebe für Småland verwenden. Hesemann (1975) sagt zur Verwendung der Hälleflinte als Leitgeschiebe: „Finden sich indessen viele Hälleflinten und Leptite in Geschiebegemeinschaften mit überwiegend smaländischem Einschlag, so werden sie trotz fehlender leitender Kennzeichen wahrscheinlich auf Småland zurückgeführt werden können.“ Nordenskjöld (1893) zu den hälleflintartigen Gesteinen im allgemeinen: „Nur wenige Typen zeigen über grössere Gebiete konstantes Aussehen, aber die meisen Varietäten gehen in einander allmählig über und zeigen keine besonders bemerkenswerthen Contacterscheinungen.“

Hälleflinte gibt es nach Nordenskjöld (1893) auch in Dalsland. Sie können den smaländischen Hälleflinten ähneln. Auch in Dannemora/Mittelschweden sind neben der bekannten bandstreifigen Hälleflinta porphyrische Hälleflinte entwickelt, die denen aus Småland ähneln, ebenso in den erzführenden Gegenden Mittelschwedens, die allerdings nicht porphyrisch entwickelt sind. Übrigens gibt es von Dannemora auch „eine Breccie…, welche dem s.g. Digerbergsandstein aus Dalarne täuschend ähnlich ist.“ (Nordenskjöld 1893). Dala-Gesteine, v.a. mit den Älvdalen-Porphyren in Verbindung stehende hälleflintartige Gesteine können den Småland-Porphyren mitunter recht ähnlich werden.

Ignimbrite

Der Begriff Ignimbrit ist eine genetische Bezeichnung eines vulkanischen Gesteins, während der immer wieder anzutreffende Begriff Eutaxit veraltet und unscharf zu sein scheint. Letzterer meint lediglich eine lagig-schlierige Textur oder auch nur Pigmentierung in entglasten Rhyolithen bis Daciten (Wimmenauer 1985). In der gängigen Literatur ist heute nur noch von eutaxitischem Gefüge bei der Ansprache von Ignimbriten die Rede, siehe auch kristallin.de.

Das Auftreten von Ignimbriten ist an den postorogenen Charakter der TIB-Gesteine geknüpft. Sehr oft entfalten saure (bis intermediäre) Magmen in dieser Phase eine hohe Aktivität (nach Persson 1973, Schmincke 2010). Die Ablagerung von Ignimbriten ist eng an die Entleerung von Magmenkammern, nachfolgendem Kollaps und die Bildung von Calderen geknüpft.

Die Altersstellung der Subvulkanite zu den Graniten bzw. Porphyren ist unklar. Das Modell einer Calderabildung mit Kollaps, Ignimbritbildung, ring dykes und cone sheets könnte ein Erklärungsmodell für die verwickelten Beziehungen zwischen Porphyren, Subvulkaniten (Granitporphyre, Gangporphyre, bestimmte Diabastypen, hier auch „Uralitdiabase“) und Graniten bieten. Calderen sind allerdings bisher nicht nachgewiesen. Dafür dürfte auch schon zuviel Zeit vergangen sein. Nachweisbar sind aber vulkanische Absenkungsstrukturen. Die Untersuchung Perssons (1973) in einem 50 km² großen Gebiet südlich Vimmerby sowie Hagström (1970) kommen zur Annahme, daß viele Strukturen und Texturen der untersuchten Vulkanite/Hälleflinte im Sjögelö-Gebiet, vermutlich auch in anderen Teilen Smålands, auf einen Ignimbrit-Ursprung schließen lassen. Schliesslich spricht auch die große laterale Ausbildung der Vulkanite für Ignimbritdecken.

Der Glasanteil in solchen Ignimbriten wie auch in vielen Rhyolithergüssen ist hoch. Es sind jedoch keine älteren Glasgesteine als aus dem Paläozoikum bekannt, weswegen alle Vulkanite Smålands entglast (devitrifiziert) sind. Perlitische und sphärolithische Strukturen, die auf Entglasung schliessen lassen, sind teilweise makroskopisch zu beobachten, häufig jedoch nur mikroskopisch nachweisbar. Gut erkennbar sind hin und wieder eutaxitische Gefüge, auch wenn sie oft nicht so klar hervortreten wie z.B. im Ignimbrit von Idekulla, sondern meist stark umkristallisiert sind (Übergänge in Hälleflinte und Leptite). Die Intrusion der Granite sowie mindestens zwei nachfolgende tektonische Überprägungen bewirkten diese Umkristallisierung und Umwandlung der vulkanischen Gesteine. Eine Deutung der primären Strukturen/Texturen der Vulkanite ist dadurch häufig außerordentlich erschwert.

Im Geschiebe können Ignimbrite mit einem speziellen Gefüge (Ignimbrite mit wenigen, verwaschenen Einsprenglingen und erkennbarem eutaxitischem Gefüge), gekoppelt an eine lokale Häufung von anderen Småland-Gesteinen (Granite, Gangporphyre, Hälleflinte) als Småland-Ignimbrite angesprochen werden.

Småland-Vulkanite als Leitgeschiebe?

Zandstra (1988) deutet an, daß es noch keine „befriedigende Nomenklatur und Einteilung für diese vulkanischen Gesteine“ gibt. Zwar führen sowohl Hesemann (1975) als auch Zandstra (1988) bestimmte Vulkanitvorkommen mit scheinbar spezifischen Eigenschaften an (Fagerhult-Kristalltuff, Götsjögle-Hälleflinta, Eoandesit von Karlstorp, Ignimbrit von Ekelid und von Gökhult, Agglomeratlava von Småland etc.), die Variationsbreite dieser Gesteine, teilweise auch im gleichen Aufschluss, die Frage nach der Einzigartigkeit des Vorkommens und dem Wiedererkennungswert im Geschiebe sind aber noch nicht hinreichend beantwortet. Eine Zusammenstellung verschiedener hälleflintartiger Gesteine auf skan-kristallin.de nährt die Vorstellung, daß eine Zuordnung von Geschiebefunden mutmasslicher Småland-Vulkanite zu spezifischen Vorkommen schwierig ist. Wahrscheinlich sind nur einige Typen von Subvulkaniten, die Gangporphyre (Typ Påskallavik, Emarp, Sjögelö?, Nymåla?, Högsrum?), als Leitgeschiebe geeignet.

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Fundpunkte im Gebiet um Lönneberga, Kartenausschnitt aus hitta.se. Die Ziffern beziehen sich auf die Abschnitte im folgenden Text.

 

(1) Lönneberga, Straßenaufschluß Silverdalen

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Der etwa 100 m lange Strassenaufschluss in Silverdalen zeigt einen rötlichen Lapillituff bzw. eine Agglomeratlava mit eingeschalteten Lagen eines feinkörnigen grünlichen Tuffs. Diese Gesteine sind pyroklastische Ablagerungen eines explosiven Vulkanismus, was sich aus ihrem hohem SiO2-Gehalt („saure“ Vulkanite) und der damit verbundenen hohen Viskosität des Magmas ableitet.

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Engständige Klüftung im dm-Maßstab in unterschiedlich einfallenden Richtungen.

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Links ein engständiges Kluftmuster, rechts Blick auf eine grössere Kluft- oder Scherfläche mit massivem Material des Lapillituffs.

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Anstehender rötlicher Lapillituff. Das Material ist zäh und splittrig, nach einiger Arbeit mit Schutzbrille und Vorschlaghammer lassen sich dünne Scheiben abspalten. Die Klassifikation von vulkanischem Auswurf in Lapillituff und Agglomeratlava richtet sich nach der Korngröße der Vulkanoklasten. Zwar können die Klasten bisweilen eine Größe von über 64 mm (=Agglomerat) erreichen, häufig liegen sie jedoch darunter. In diesem Fall spricht man von Lapillituff (Klastengrösse 2-64 mm). Stammen Klasten wie Bindemittel aus dem gleichen Magma, spricht man auch von einer vulkanische Brekzie.

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Kleines Stück Lapillituff bzw. vulkanische Brekzie mit roten und braunen Porphyr-Klasten. Die Klasten einbettende dichte Matrix ist von grünlich-grauer Farbe und enthält wie die Porphyre einige weisse Feldspatkristalle. Nach Persson (1973) stammen die Bestandteile meist aus dem gleichen Magma (vulkanische Brekzie), nur akzessorisch sind ältere vulkanische Gesteine enthalten.

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Weitere Probe mit kantigen bis gerundeten Fragmenten in einer Tuffmatrix. Das Gefüge ist gut erhalten, die Klasten heben sich scharf von der einbettenden Tuffmasse ab. Umkristallisation ist offenbar nicht erfolgt, evtl. lag aber einst ein hoher Glasanteil vor. Ältere vulkanische Gläser als Perm sind nicht bekannt, die Entglasung erfolgte vermutlich schon vor langer Zeit.

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Angewitterte Oberfläche, das Gefüge tritt deutlicher hervor als auf der Bruchfläche. Solche Agglomeratlaven kommen nach Nordenskjöld an mehreren Stellen im Sjögelö-Gebiet bzw. in der Gegend von Lönneberga vor (u.a. am See Kolsjön, bei Bockfall, Hällefors, Faggemåla), jeweils mit leicht abweichenden Eigenschaften. Für weitere Bilder von Proben siehe skan-kristallin.de.

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Unterwasseraufnahme der vorherigen Probe. In der Vergösserung erkennt man jetzt deutlich weisse Feldspateinsprenglinge, sowohl in den roten, braunen und grauen Porphyrbruchstücken als auch in der einbettenden Matrix. Einige dunklere Klasten lassen einen roten Reaktionssaum erkennen (vermutlich Ausscheidung von Fe-oxiden).

 

(2) Lönneberga „Pisolithfundstelle“

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Nicht weit vom Aufschluß Silverdalen wurde ein Vorkommen eines Pisoliths vermutet. Die Angabe in Persson (1985) lautet „700 m SSE von Lönneberga Station“. Diese Stelle muss sich rechts der Strasse von Silverdalen nach Haddarp (Pulkalovägen) befinden, wurde aber leider nicht entdeckt. Gegenüber einer Fabrik, etwa 1 km SSE von Lönneberga-Station, gibt es einen gerodeten und mit zahlreichen Geröllen versehenen Hang. Anstehend ist hier zumindest schonmal ein grünlichbrauner Tuff, der aber leider keine Pisolith-Strukturen aufwies. Die Gelegenheit wurde genutzt, um einige Lokalgerölle aufzusammeln.

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Angefeuchtete Schnittfläche eines grünlich-braunen Lapillituffs mit kleinen Klasten. Der Erhaltungszustand dieses Stückes zeigt eine deutlich verschwommenere Textur als der Lapillituff in Silverdalen. Kleinere Klasten sind randlich aufgelöst, mit gerundeten Kanten versehen oder möglicherweise sogar schlierig zerfallen.

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Grünlich-brauner, schlieriger, hälleflintartiger Vulkanit mit dichter Grundmasse und Flecken dunkler Minerale (Glimmer, Chlorit) sowie einigen wenigen, sehr kleinen Feldspateinsprenglingen und runden Quarzkörnern.

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An dieser Fundstelle anstehend ist ein hell grünlichgrauer, geschichteter Vulkanit mit nahezu dichter Grundmasse, wahrscheinlich ein Aschentuff. Jedenfalls spricht die monotone Zusammensetzung nebst einigen mehr oder weniger gut erhaltenen roten Klasten ohne deutliche Begrenzung (vermutlich Lapilli) dafür. Einsprenglinge sind in geringer Menge vorhanden und besitzen eine rosa Färbung ohne klar entwickelte Kristallform. Wenige einzelne Quarzkörner und dunkle Minerale kommen vor. Die das Gestein parallel durchziehenden Adern sind von weißer und rötlicher Farbe.

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Nahezu alle Gerölle tragen eine mm-dicke weisse Verwitterungsschicht. Man braucht also in der Regel Bruchflächen, um überhaupt etwas vom Gesteinscharakter zu beobachten. Dieses Stück muß so belassen werden, da das Ignimbritgefüge schön deutlich zutage tritt. Eine kleine Bruchfläche an der Seite (nicht a.d. Foto) zeigt, daß das Gestein eine hellbraune Grundmasse besitzt.

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Detail der angefeuchteten  Verwitterungsfläche. Ähnlich dem Ignimbrit von Idekulla tritt hier offenbar ein primäres, durch metamorphe Überprägung wenig verändertes oder gestörtes eutaxitisches Gefüge hervor. Dafür spricht auch die Gegenwart zahlreicher eckiger (unveränderter?) Quarze.

 

(3) Lönneberga Kyrkvägen

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Die Bewältigung der Strecke Lönneberga – Lönneberga Kyrka stellt an einen gewöhnlichen PKW eine Herausforderung dar, davon wird nachdrücklich abgeraten. Auf der Strecke finden sich aber zahlreiche Felsen und Gerölle. An einer größeren Rodung hielt ich an, um Lokalgerölle zu sammeln. Vor allem finden sich Agglomeratlaven (ähnlich jener am Straßenaufschluß Silverdalen), Porphyre vom Typ Lönneberga und reichlich Porphyre vom Typ Nymåla. Letzterer wurde hier, ca. 1 km E von Bockefall, anstehend zwar nicht beobachtet, kommt aber wenig weiter westlich vor (s. Karte unten).

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Eine Kuriosität ist dieser konglomeratisch wirkende Vulkanit mit dichter Grundmasse („conglomeratische Hälleflinta„). Er scheint einer von den in Zandstra (1988, Nr.149 c) erwähnten „Kugelfelsen“ zu sein, die schon O. Nordenskjöld (1893) als Kugelhälleflinte beschrieb. Die kugelige Textur tritt nur in der Verwitterungsschicht deutlich hervor. In einer hellen, dichten Gesteinsmasse liegen braune, eiförmige Gebilde. Eine Fluidalstruktur ist deutlich zu erkennen: Teile der hellen Gesteinsmasse umfließen die dunklen Kugeln. In der seitlichen Ansicht wirken die Kugeln bzw. Ellipsoide stärker in die Länge gezogen. Diese Kugelfelse kommen nach Nordenskjöld neben der Lokalität bei Bockfall an verschiedenen anderen Orten vor: Lönneberga, Fåggemala, Lixerum. Nach Zandstra (1988) handelt es sich um überprägte Lithophysenaggregate oder sphärolithische Strukturen. Makroskopisch dürfte dies kaum zu klären sein. Zumindest ein konzentrischer Aufbau der Kugeln ist erkennbar, kein radialstrahliger Aufbau, wie er für Sphärolithbildungen typisch ist. Nach Nordenskjöld (1893) gibt es an dieser Lokalität Übergänge zwischen Kugelfels und „Eutaxit“. Die Kugelfelse treten dicht am Kontakt zum Porphyr des Nymåla-Typus auf und bilden mit diesem allmähliche Übergänge.

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Auf der Bruchfläche ist die Kugeltextur nicht gut zu erkennen, hier gibt es lediglich dunkel- bis mittelbraune Partien eines dichten Hälleflints zu sehen. Mit der Lupe sind zahlreiche kleine Erz-/Pyritkörner erkennbar, aber keine Quarze und kaum Feldspatkörner.

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Nach einer Skizze von O.Nordenskjöld (1893) bildet das Gebiet SE von Bockfall die östliche Begrenzung des Vorkommens vom Nymåla-Porphyr. Dieser geht einerseits in den Lönneberga-Porphyr über, andererseits schliessen sich östlich davon „Breccien und Conglomerate“ an: Kugelsteine und vulkanische Brekzien. Die von mir gesammelten Proben des Nymåla-Porphyrs sind Gerölle, die zahlreich in diesem Gebiet vorzukommen scheinen. Laut Kartenskizze befindet sich die Fundstelle ausserhalb des Porphyrvorkommens.

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Die obige Probe zeigt einen dunklen Porphyr mit zahlreichen grünen Plagioklaseinsprenglingen. Einige wenige Einsprenglinge zeigen eine rötliche Färbung, vermutlich durch Hämatitstaub. Quarz wurde nicht beobachtet. Die Grundmasse ist feinkörnig bis dicht, von stumpfem Glanz und scheint reichlich Biotit oder Chlorit zu führen.

Die Gesteine vom Nymåla-Typus sind „quarzfreie oder quarzarme Porphyre (…) mit hypidiomorph-körniger Grundmasse und mehr oder weniger entwickelter mikropegmatitischer Structur.“…“bisweilen von basischem Aussehen, welche in der Gegend zwischen Silfverhult bei Lönneberga und etwas SW. von Nymala auftreten. Demselben schliessen sich auch einige durch Metamorphose stark veränderte Gesteine aus der Gegend von Nymala an;…“ „Bei Bockfall tritt Nymalaporphyr in Contakt mit s.g. conglomeratischer Hälleflinta (Eorhyolith mit Kugel- oder Lithophysenstructur) auf, welche wahrscheinlich eine Grenzfaciesbildung vom Lönnebergagestein ist; jene wäre demgemäss hier älter als das letztere.“…“Makroskopisch ist das Gestein röthlich, mit sehr matt und unbestimmt hervortretenden Flasern; bisweilen wird die Farbe fast rein schwarz in Folge der Anwesenheit basischer Gemengtheile. Die porphyrischen Krystalle sind gross, liegen gewöhnlich dicht bei einander und bestehen z. Th. aus unzersetzten, perlmutterartig glänzenden, scharf idiomorph begrenzten Feldspathindividuen, welche häufig Plagioklasstreifung zeigen; ferner aus trüben, grünlichweissen Individuen, ebenfalls aus einem Feldspathmineral bestehend. Schwach bläulicher Quarz kommt nur untergeordnet und nicht konstant vor.“ und weiter S.107: „Diesselben zeigen in einem kleinen Gebiete ihrer Structur und ihrem Aussehen nach grosse Variationen und stehen mit basischen Gesteinsmodificationen in der Form von Ausscheidungen oder Gängen in naher Beziehung. Der Contact wurde nie beobachtet;…“ (alle Zitate O. Nordenskjöld, 1893).

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Weitere Probe eines Nymåla-Porphyrs als Unterwasserfotografie. Das Gestein enthält grüne Plagioklase (mit Lamellen polysynthetischer Verzwilligung) und die von Nordenskjöld erwähnten helleren, perlmuttartig glänzenden Feldspäte (Alkalifeldspat; ganz oben auch als Zwillingsbildung, erkennbar an den einspringenden Winkeln der Kristallflächen). Deutlichere Rottönungen einzelner Feldspäte halten sich in dieser Probe stark zurück. Die inhomogene braune Grundmasse besitzt zahlreiche Anhäufungen dunkler Minerale, i.W. Biotit. Die Korngrenzen der Einsprenglinge sind z.T. klar, bei den stärker alterierten Feldspäten auch etwas verwaschen ausgebildet. Einsprenglinge erscheinen insgesamt etwas eingeregelt, das Gestein scheint einer mäßig metamorphen Überprägung ausgesetzt gewesen zu sein.

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Diese Probe von T. Langmann, Unterwasseraufnahme einer frischen Bruchfläche eines Porphyrs vom Typ Nymåla, stammt etwa 200 m N vom Nordende des Sees Linden (Punkt 6 auf der Karte, aufgelesenes Geröll, höchstwahrscheinlich aber in dieser Form dort anstehend). In dieser Gegend liegt die westliche Grenze des Verbreitungsgebietes vom Nymåla-Porphyr. Das Vorkommen des Nymala-Porphyrs besitzt insgesamt eine Ausdehnung von etwa 5×1 km (s. Kartenskizze oben). Neben der Ähnlichkeit zu den Proben vom Kyrkvägen besitzt dieses Stück zusätzlich deutlich rosarote Feldspat-Einsprenglinge, wie es in den Beschreibungen des Leitgeschiebes (Hesemann, Zandstra, Smed) gefordert wird. Auf der Verwitterungsseite sind übrigens alle Feldspäte rot gefärbt. Plagioklaseinsprenglinge sind auf der Bruchfläche nicht ganz so zahlreich wie auf den Proben vom Kyrkvägen und weisen klarere Korngrenzen auf.

Nymåla-Porphyr als Leitgeschiebe? Die jeweils aus randlichen Teilen des Vorkommens gesammelten Proben lassen keine umfassende Beurteilung zu. Weitere Proben zeigt skan-kristallin.de. Einsprenglingsreiche Formen können demnach als Leitgeschiebe für das mittlere Småland verwendet werden. Das zahlreiche Auftreten von braunen, leicht deformierten Småland-Porphyren im Geschiebe mit grünen Einsprenglingen rechtfertigt noch keine Einordnung als Porphyr vom Nymåla-Typus. Smed (1994) verlangt, daß 1-3 cm grosse, rosa Kalifeldspäte anwesend sein müssen, „die helle Kanten oder eine Randpartie voller Einschlüsse aufweisen,…“, was allerdings weder die Proben vom Kyrkvägen noch diese Probe zeigen. Insgesamt bleibt die Vorstellung von einem Leitgeschiebe nach Sichtung der Proben etwas vage angesichts einer gewissen Variationsbreite im Anstehenden und der Variabilität von ähnlichen Gesteinen im Geschiebe.

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Vulkanische Brekzie vom Kyrkvägen als Lokalgeröll mit angewitterter Oberfläche, ähnliche Texturierung wie die „Agglomeratlava“ aus Silverdalen, aber weniger rote Klasten.

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Detail als Unterwasseraufnahme. In einer grünlich-braunen, von zahlreichen grünen (Epidot-)Adern durchzogenen Grundmasse liegen viele kleine weiße und wenige rötliche Feldspäte. Dazu kommen eckige Bruchstücke von schwarzen bis bräunlichen und kleinere Klasten rötlicher Porphyre. Von Art und Zahl der kleinen Feldspateinsprenglinge in der Grundmasse besteht eine gewisse Ähnlichkeit zum Lönneberga-Porphyrit, mit dem dieses Gestein genetisch verwandt sein könnte. Der Lönneberga-Porphyrit steht im weiteren Umfeld von Lönneberga an, u.a. auch in der Nähe dieser Fundstelle. Die schwarzen Porphyrbruchstücke zeigen nicht die typische Einsprenglingsdichte, allerdings zeigt auch der Lönneberga-Porphyrit gelegentlich schwarze Porphyrklasten mit wenigen Einsprenglingen.

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Bruchstück eines Lönneberga-Porphyrits mit heller Verwitterungsrinde vom Kyrkvägen, nach Nordenskjöld auch: Eorhyolith bis Eodacit. Die Zusammensetzung ist saurer, als man es von der äusserlichen Beschaffenheit des Gesteins erwarten würde, eine Analyse von Nordenskjöld erbrachte 66,46 Gew.% SiO2. In einer schwarzen bis grünlichgrauen, teils auch leicht rotfleckigen, dichten Grundmasse liegen zahllose weiße bis grünliche Feldspateinsprenglinge, teilweise mit deutlich entwickelter Kristallform, teilweise wirken sie zerbrochen. Die Probe reagiert sehr schwach auf einen Magneten.

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Detail der Bruchfläche. „In einer dichten, schwarzgrauen, felsitischen Grundmasse liegen Einsprenglinge, welche so zahlreich sind, dass sogar die Grundmasse gegen diesselben zurücktritt.“ (Nordenskjöld).  Die bis 3 mm langen, häufig zerbrochenen Einsprenglinge sind Plagioklas mit Zwillingsstreifung, Alkalifeldspat wurde nicht beobachtet. Den klaren, transparenten Feldspat begleiten untergeordnet grünliche Feldspatindividuen. Quarz wurde nicht beobachtet, soll aber gelegentlich auftreten. Es finden sich häufig größere Grundmassepartien, in denen keine oder deutlich weniger Einsprenglinge vorhanden sind (Vulkanoklasten).

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Unterwasseraufnahme der Bruchfläche des obigen Porphyrits. Details der Feldspäte und auch ihr reichliches Vorhandensein (mehr Feldspäte als Grundmasse) sind nun besser nachvollziehbar. Ein großer Anteil der Feldspäte ist grün gefärbt, nur Feldspäte mit klarer Korngrenze sind weiß. Eine Ader durchzieht die Probe, ein kleines Bruchstück eines dunklen Porphyrs ist deutlich zu erkennen. Diese offenbar beständig auftretenden Vulkanoklasten lassen vermuten, daß es sich beim Lönneberga-Porphyrit um eine Lava handelt.

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Porphyr/Porphyrit, ähnlich dem Lönneberga-Typ, aber mit einigem Quarz, einzelnen rötlichen Feldspäten und sechseckigen Biotit-Plättchen.

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Weitere Probe, Abschlag von einem Geröll, ähnlich dem Porphyrit vom Typ Lönneberga.

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Unterwasseraufnahme der vorigen Probe. Die Einsprenglingsdichte ist hier nicht so hoch wie in den vorangegangenen Proben. Einzelne größere weiße Einsprenglinge weisen polysynthetische Verzwilligung auf. Es gibt einige rote Feldspäte (auf der Verwitterungsfläche wesentlich mehr davon), die diese Verzwilligung nicht zeigen. Weiterhin erkennt man mit der Lupe viele grüne Einsprenglinge, die ebenfalls Plagioklas sein dürften. Das Stück enthält – auf der trockenen Bruchfläche besser zu erkennen – nicht unwesentlich viel Biotit in klaren, z.T. deutlich sechseckig entwickelten Plättchen. Quarz ist makroskopisch nicht zu beobachten. Im rechten Teil ist ein schwarzer Xenolith/Klast mit braunem Reaktionsrand zu erkennen.

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Feinkörniges, mafisches Gestein. Die Art der Feldspäte konnte nicht bestimmt werden, aufgrund von Grünfärbung und leistenförmiger Ausbildung wird auf Plagioklas geschlossen. Weitere Mineralbestandteile sind makroskopisch nicht zu erkennen. Vermutlich ein hydrothermal überprägter Basaltoid.

 

(4) Lönneberga-Porphyrit Gubbeberget

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Diese Probe eines Lönneberga-Porphyrits von T. Langmann stammt vom NW-Hang des Gubbeberget, 3 km NW von Lönneberga. Links oben gibt es einen Xenolithen, der wieder durch die geringere Dichte an Einsprenglingen, weniger durch seine Andersfarbigkeit auffällt.

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Detail der Probe. Sie zeigt ein etwas frischeres Gefüge als die Varianten vom Kyrkvägen: die zahllosen Feldspat-Einsprenglinge, einige größere als Plagioklas identifiziert, sind transparent bis klar ausgebildet. Darüber hinaus kommen wieder zahlreiche kleinere grüne Feldspäte vor. Auch nach intensiver Suche wurde kein Quarz entdeckt, Biotitplättchen sind gelegentlich aufzufinden.

 

(5) Hälleflinta vom Kolsjön

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Braune Hälleflinta, ebenfalls eine Probe von T. Langmann; Straßenaufschluß an der Strasse 897, 1,7 km NE Karlstorp, 100 m hinter Abzweigung zur Badestelle am Kolsjön (57.521111, 15.527019), Bilder dieser Fundstelle auf strand-und-steine.de. Das Stück enthält auffällig runde, aber auch kantige, klare Quarze und einige weiße Feldspäte. Die dichte Grundmasse ist schlierig braun, darin erkennbar sind einige größere, dunkelbraune bis dunkelgraue Flecken. Es ist nicht klar zu erkennen, ob dies Partien mit mehr dunklen Mineralen sind oder ehemalige Vulkanoklasten. Nach Nordenskjöld (1893, S.86 ff) kommen in diesen Vulkaniten vom Kolsjön sphärolithische, perlitische oder lithophysenartige Bildungen vor. Nach Wimmenauer (1985, S.176) handelt es sich hierbei häufig um Entglasungsvorgänge mit unterschiedlichem Verlauf: Perlitstruktur meint wenige mm durchmessende Kügelchen, Sphärolithe sind spontane, radialstrahlige Kristallisationen, häufig Feldspat/Quarz, Lithophysen schließlich runde oder linsenförmige, schalige Gebilde mit ungefähr konzentrisch angeordneten Hohlräumen, frei kristallisierte Minerale enthaltend. Worum es sich hierbei genau handelt, kann makroskopisch kaum ermittelt werden, dazu ist eine mikroskopische Untersuchung nötig. Auffällig ist aber, daß viele der locker verteilten schwarzen Flecken fließend in die Gesteinsmasse übergehen und eingeregelt erscheinende elliptische Bildungen sind. Möglichweise waren diese auch einst rund und erhielten durch Kompaktion/Deformation ihre jetzige Form. Die auffällig runden Quarze in dieser Probe müssen nach Persson (1973) ebenfalls nicht primär magmatisch, sondern können durch nachfolgende Entglasungsprozesse entstanden sein. Nordenskjöld vermutete hier nach mikroskopischer Untersuchung ehemalige Perlit-Strukturen. Bei Hesemann (1975, S.200) heisst das Gestein „Perlitischer und sphärolithischer Ignimbrit von Kolsjön-Kulla“.

Vulkanit Kolsjön_S 30

Angefeuchtete Probe vom gleichen Aufschluss, Probe und Foto T. Langmann. Mehr rotbraune, schlierige, „agglomeratische“ Hälleflinta mit weißen Feldspateinsprenglingen und ebenfalls dunklen, bei Hesemann heisst es: eutaxitischen Partien. Solche Texturen sind lagig-schlierige Pigmentierungen durch Entglasungungsvorgänge (Wimmenauer 1985, S.175). Der (offenbar veraltete und etwas unscharfe) Begriff „Eutaxit“ ist abzugrenzen vom spezifischen „eutaxitischem Gefüge“ in Ignimbriten, welches hier nicht zu beobachten ist (s.a. kristallin.de: Ignimbrite). Was aber auch eine ignimbritische Bildung dieses Gesteins nicht ausschließt, im Gegenteil. In der Probe sind weiterhin Porphyrklasten zu identifizieren. Der Einsprenglingsanteil ist gering, die grössten Feldspäte sind etwa 3 mm gross, viele bedeutend kleiner. Weitere Proben von Kolsjön-Vulkaniten auf skan-kristallin.de.

 

Literatur

Hesemann: Kristalline Geschiebe der nordischen Vereisungen
Geologisches Landesamt Nordrhein-Westfalen, 1975

Högdahl, Andersson, Eklund: The Transscandinavian Igneous Belt (TIB) in Sweden: a review of its character and evolution; Geological Survey of Finland, Special Paper 37, Espoo 2004

Holmquist (1906): Studien über die Granite von Schweden

Nordenskjöld, O. (1893): Archaische Ergussgesteine aus Småland; SGU Ser.C, No. 135

Persson,L. (1973; Übersetzung A.P.Meyer): Die Vulkanite in der Umgebung von Vimmerby in Nordost-Smaaland (Südschweden); Der Geschiebesammler 12, 4, S.1-28 und 13,1, S.1-14, Hamburg 1979

Schmincke, H.-U.: Vulkanismus, 3. Auflage (2010), WBG-Verlag

Smed/Ehlers: Steine aus dem Norden
Bornträger-Verlag Stuttgart, 1.Auflage 1994, 2.Auflage (2002)

Vinx, Roland: Gesteinsbestimmung im Gelände, 3.Auflage, Spekrum-Verlag (2010)

Wimmenauer: Petrographie magmatischer und metamorpher Gesteine
Enke-Verlag, Stuttgart (1985)

Zandstra, J. G.: Noordelijke Kristallijne Gidsgesteenten; Brill, Leiden (1988)

 

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