Geschiebe um den Bülker Leuchtturm 2

Geschiebe aus Norwegen, Nr. 16

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Großer Rhombenporphyr von 20 cm Breite aus dem Oslograben, das Exemplar verblieb vor Ort. 

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Detail rhombische Formen der Feldspateinsprenglinge (Anorthosit, Na-K-Feldspat), Bildbreite 9 cm. Petrologisch gesehen gehören Rhombenporphyre im QAPF-Dreieck für Vulkanite zur Gruppe der Latite. Die Feldspäte sind mehr oder minder entmischt, hellere Ränder um die Einsprenglinge sind Kalifeldspat (Vinx 2011).

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Großer Block eines Larvikits, syenitischer bis monzonitischer Plutonit, enthaltener Feldspat ist ebenfalls Anorthoklas. Herkunft Oslograben, Breite ca. 60 cm.

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Das metallische Schillern ist auf feinste perthitische bzw. antiperthitische Entmischung der Na- und K-Feldspäte zurückzuführen, BB 24 cm.

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Makroskopisch betrachtet besteht das Gestein hauptsächlich aus K-Na-Feldspat (Anorthoklas) und Hornblende. BB 14 cm.

 

Dalarna

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Einsprenglingsreicher Dala-Porphyr, Breite 11 cm. SMED (2002) unterscheidet einige dieser Porphyre nach spezifischen Eigenschaften. Dieses Exemplar enthält in einer rotbraunen, feinkörnigen  Grundmasse mehr Kalifeldspat als Plagioklas, wobei ersterer in weißen bis rötlichen Einsprenglingen vorkommt, die von feinen roten Querstreifen durchzogen sind. Beide Feldspäte enthalten mitunter dunkle Kerne. Plagioklas ist hellgrün bis grasgrün gefärbt. Man könnte diesen Porphyr zum Typ Kåtilla rechnen.

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Detail: weiße Kalifeldspäte mit dunklem Kern. Ein hellgrüner Plagioklas ist fast vollständig von  zwei weißen Feldspatkristallen umgeben.

 

Diabase

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Dolerit mit zahllosen, partiell eingeregelten, bis cm-dicken Plagioklasleisten, BB 25 cm.

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Dieser Diabas, Breite 60 cm, besitzt recht grobe Verwitterungsnoppen (ausgewitterte Augitnester). Nach SMED (2002) würde es sich wohl um einen Särna-Diabas handeln. In Ermangelung einer Bruchfläche, die eine dem Asby-Diabas ähnelnde, recht grobe ophitische Struktur zeigen müßte, könnte es sich hier auch um einen groben Kinne-Diabas handeln, mit dem er gerne verwechselt wird. Siehe auch skan-kristallin.

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BB 12 cm. Die Verwitterung der großen Augitkristalle, die von feinen Plagioklasnadeln durchsetzt sind (ophitisches Gefüge) läßt runde, gitterartige Verwitterungsstrukturen zurück. Ebenfalls enthaltener Olivin verwittert rostfarben. Särna-Diabas ist postjotnischen Alters und mit Diabasen vom Åsby-Typ assoziiert, während der Kinne-Diabas aus dem Perm stammt.

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Kinne-Diabas, Breite 13 cm.

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Gewöhnlicher Diabas/ Dolerit ungewisser Herkunft. Leicht gelbliche Plagioklaskristalle führen z.T. rote Einschlüsse. Breite 12 cm.

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Feinkörniger Dolerit, Typ Åsby, BB 7,5 cm.

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Nordwest-Dolerit, Breite 15 cm, mit subophitischem Gefüge und glomerophyrischer Anordnung der Plagioklasleisten.

 

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Diabas-Mandelstein, Breite 10 cm.

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Detail der Hohlraumfüllung, BB 5 cm: weiße Mandeln enthalten zusätzlich ein rotes Mineral. Die Blasen sind von einem schwarzen Reaktionsrand umgeben.

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BB 40 cm. Zum Teil gerundete, zum Teil eckige Bruchstücke eines roten Plutonits in einer leukokraten Masse, Intrusionsbrekzie.

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Unsortierter, nicht geschichteter konglomeratischer Sandstein. Der linke Einschluß zeigt eine dem Jotnischen Sandstein ähnelnde Erscheinungsform (violetter Sandstein mit gelben Entfärbungsflecken). Der rechte Einschluß besteht offenbar aus einer Ansammlung feinerkörnigem Materials (z.B. Tongalle). Dem mittleren Einschluß sieht man einen Bruch an. Das gesamte Gestein durchziehen Quarzadern. Für eine thermische Überprägung durch Vulkanismus oder die Nähe zu einem magmatitischem Körper spricht die leuchtend rote Farbe.

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Hälleflinta, möglicherweise auch ein Ignimbrit im seitlichen Profil: die Flammen sind angewittert, zahlreiche feine Riefen sind herausgewittert. BB 10,5 cm.

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Bürste vergessen: von Flechtenbewuchs befallener farbenfroher Vulkanit, BB 13 cm. Ein für Ignimbrite typisch eutaxitisches Gefüge ist, auch in Ermangelung von Einsprenglingen, nicht sicher zu diagnostizieren. Es könnte sich ebenfalls um eine schlierige Hälleflinta handeln.

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Agglomeratlava mit reichlich Epiklasten, Breite oben 15 cm. Zahlreiche abgerundete Quarzkörner in einer dicht verschweißten oder metamorph verfestigten Masse. Möglicherweise wurde hier ein Quarzkonglomerat zusammen mit einem feinkörnigen Vulkanit turbulent abgelagert: ein deutliches, an einen Ignimbrit erinnerndes Fließgefüge ist erkennbar, allerdings fehlen die charakterisierenden Fiamme.

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Detail des Gefüges, BB 6 cm. Denkbar ist auch, daß eine spätere metamorphe Überprägung diese Augenstruktur der Quarzkörner bewirkte.

 

Granitoide

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BB 45 cm. Gelbrotes Gestein mit dunklen Xenolithen, reichlich schwarzen Mineralen und einigen größeren Einsprenglingen von grünlichem Plagioklas und vermutlich Alkalifeldspat. Insgesamt ein recht heterogenes Gefüge.

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Etwas Quarz scheint vorhanden zu sein, megaskopisch jedoch deutlich unter 20 %. Wenn Alkalifeldspat rosa und Plagioklas gelblich bis grün ist, scheint Alkalifeldspat zu überwiegen, das Gestein ist vermutlich ein Monzonit (bis Quarzmonzonit). Letztere aber häufig ein homogenes Gefüge, hier sind die Feldspäte aber ungleichmäßig verteilt. In Ermangelung einer Bruchfläche bleibt eine genauere Abschätzung, auch des Quarzgehaltes, unsicher. Die Inhomogenität des Gesteins läßt auf ein magma mixing schließen. Von H. Aridskov bekam ich den Hinweis, dass ihm dieser Gesteinstyp an den Küsten Jütlands bereits häufig aufgefallen ist. Eine Nachfrage bei einem schwedischen Geologen ergab, dass es sich um ein intermediäres, monzonitisch-syenitisches Hybridgestein mit möglicher Herkunft in Värmland handelt.

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Hübscher porphyrischer Granit, Breite 13 cm. Quarz ist grau bis leicht bläulich gefärbt, insgesamt scheint das Gefüge aber wenig deformiert zu sein. Plagioklas ist gelb bis leicht grünlich, eine Epidotader durchschneidet das Gestein (rechts). Keine auffälligen Chloritaggregate. Herkunft Småland?

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Granit mit Spuren der Deformation, BB 24 cm: zuckerkörniger Quarz in grüngrauen Massen, zerbrochene Feldspäte. In den größeren roten Kalifeldspäten sind reichlich kleinere weiße Feldspäte, vermutlich Plagioklas, eingelagert.

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BB 13 cm. Es besteht einige Ähnlichkeit mit Beschreibungen des Rätan-Granits, siehe auch skan-kristallin, 1.Bild. Plagioklas ist jedoch weitgehend unalteriert, Titanit nicht zu erkennen.

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BB 13 cm. Felsische Masse, vermutlich aus Kalifeldspat und Quarz, durchzogen von parallel verlaufenden grünen Epidotadern. Möglicherweise handelt es sich um einen Teil eines Migmatits (Leukosom), in den nach Abkühlung und Kluftbildung Epidot eindrang.

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Garberg-Granit, BB 11 cm.

 

Sedimentite

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Quarzkonglomerat mit kleinem Blauquarzkorn (r. unten), BB 11 cm.

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Grauer, schräg geschichteter Sandstein, Breite ca. 40 cm.

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Eiförmiges Stück Sandstein, Breite 11 cm, sowohl mit planarer als auch schräger Schichtung.