Schweden 8: Tag an der Ostküste

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Blick in den Steinbruch Kråkemåla im Götemar-Pluton. Dieser letzte Teil des Exkursionsberichts beschreibt einen langen Tag mit Probenahmen in NE-Småland. Am Ende der Seite folgen abschliessend einige Beobachtungen am südlichsten Punkt Schwedens, in Smygehuk.

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Kartenausschnitt aus OSM (openstreetmap) mit den Exkursionspunkten in Ost-Småland. Von Mariannelund fuhren wir (T. Langmann, L. Kassens, M. Torbohm) zunächst in das Gebiet von Vena. NE der Ortschaft beprobten wir einen zufällig entdeckten kleinen Steinbruch (1) und besuchten die Fundstelle des „Alsarp-Diabases“ (2). An der Ostküste Smålands, im Gebiet zwischen dem See Götemaren (3) und Påskallavik/Vånevik (6), sammelten wir Proben der anorogenen 1,45 Ga alten Granite: Götemar- (3), Uthammar- (4) und Virbo-Granit (5). Fundpunkt (6) schliesslich ist ein Strassenaufschluß in Påskallavik-Nord (Småland-Gangporphyr und Vånevik-Granit) sowie das Stenhuggarmuseum in Vånevik.    Weiterlesen

Schweden 7: Vulkanite um Lönneberga

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Blick vom Skuruhatt über die leicht hügelige Landschaft N-Smålands. Geologisch ist Småland in weiten Teilen von ehemals in der Erdkruste erstarrten Plutoniten und äquivalenten Vulkaniten geprägt. Letztere entstanden während einer Zeit intensiven und vermutlich auch höchst explosiven Vulkanismus vor 1,7-1,8 Ga. Während im vorigen Teil dieser Reisedokumentation eine kurze Einleitung über den TIB gegeben wurde, folgen hier nun einige allgemeine Bemerkungen zu den Vulkaniten in Småland, basierend auf Angaben in Nordenskjöld (1893), Persson (1973) und skan-kristallin.de. Einen Einblick in die Vielfalt von Gesteinen der vulkanischen Abfolge liefern anschliessend Bilder von Aufschlüssen und gesammelten Proben aus dem Raum Lönneberga als Teil des Sjögelö-Gebietes.    Weiterlesen

Schweden 6: Vulkanite und Granite aus Småland

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Auf dem Weg zur Skurugata. Nordöstlich von Eksjö steht ein Vulkanitgebiet an, die Vulkanite von Skurugata bilden den südlichen Teil davon. Eine nicht immer zutreffende, hier aber bestätigte Regel zur Geomorphologie (nach Persson 1973) besagt: Vulkanite sind verwitterungsresistenter und bilden Bergkuppen aus, Granite finden sich in den Tallagen.    Weiterlesen

Schweden 5: Im OJG / Slättemossa

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Kugeldiorit von Slättemossa, BB 80 cm. Wenngleich der Kugeldiorit von Slättemossa kein Bestandteil des Oskarshamn-Jönköping-Gürtels (OJG) ist, wird er in diesem Artikel aufgrund seiner räumlichen Nähe zu den anderen Aufschlüssen des OJGs hier vorgestellt. Der OJG ist ein Gebiet mit älteren svekofennischen Gesteinen (>1,8 Ga) im Vergleich zum umgebenen TIB (jüngere, postkollisionale, anorogene Gesteine, der svekofennischen Orogenese nachfolgend). Östlich von Vetlanda wurden das Metakonglomerat von Holbybrunn (Sjunnen), die Skarngrube Sunnerskog und zwei Tonalitaufschlüsse besucht.    Weiterlesen

Schweden 4: In der Protoginzone / Norra Kärr

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Im Steinbruch zwischen Barnarp und Tenhult. Innerhalb der Protoginzone wird hier ein Hyperit-Diabas abgebaut. Daneben tritt lokal der grobkörnige Barnarp-Granit auf. Nach einer kurzen Einleitung zur Protoginzone folgen Bilder von einigen Aufschlüssen aus diesem Gebiet. Besucht wurden Aufschlüsse von Hyperit am Taberg (1), Vaggeryd-Syenit in Klevshult (2), Hyperit und Granit bei Barnarp (3) und ein Gabbro bei Torestorp/ N Vaggeryd (4). Anschließend folgen Beschreibung und Bericht eines Besuches im Alkalisyenitvorkommen von Norra Kärr (5).    Weiterlesen

Schweden 2: SW-schwedische Küstenaufschlüsse

NW-Dolerite von Arild

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Noch auf der Kullaberg-Halbinsel liegt der kleine Fischerort Arild. Nordwestlich des Hafens, einige hundert Meter westlich des Badplats, steht küstenparallel ein Doleritgang an, der zu den im Permokarbon entstandenen NW-Doleriten gehört. Diese bilden ein NW-SO streichendes Gangsystem tausender Gänge basaltischer Gesteine im Grundgebirge Schonens. Sie sind auch in silurischen Sedimentgesteinen gefunden worden, müssen also jünger sein. Ihr Vorkommen ist im Osten durch die Protoginzone begrenzt. Diese Gänge bestehen aus Doleriten, untergeordnet Lamprophyren und den Kullaiten (nach Geisler 1996: trachytische Ganggesteine). Ihre Entstehung ist mit Dehnungstektonik im Zuge der Öffnung des Nordatlantiks gebunden und korreliert zeitlich etwa mit der Intrusion basischer Magmen des Kinne-Diabas und der Oslo-Gesteine (Geisler 1996).    Weiterlesen

SW-Schweden 3: Varberg und Ullared

Charnockit von Varberg

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Blick in einen alten Charnockit-Steinbruch zwischen Varberg und Apelviken. Das Charnockitvorkommen von Varberg stellt das größte seiner Art in Europa dar, neben einigen kleineren weiteren in SW-Schweden (z.B. Charnockit von Björnamossa). Während bei felsischen Gesteinen wie z.B. Graniten oder leukokrate Orthogneise auch hochgradige Metamorphose keinen durchgreifenden Umbau des Mineralbestandes bewirkt, sondern in Gegenwart von Fluiden (Teil-)Aufschmelzung/Migmatisierung bewirkt, sind Charnockite das Ergebnis (verhältnismäßig) trockener Hochtemperatur-Metamorphose (Granulitfazies) von felsischen Edukten (Biotit-Granite, Orthogneise). Entscheidend ist nach Möller et al. (1996) das Auftreten von Pyroxenen (Orthopyroxen nach Vinx 2013), die makroskopisch aber nicht feststellbar sind. Im Varberg-Charnockit ist letzterer zudem teilweise retrograd in Hornblende umgewandelt. Weiterlesen

Exkursion SW-Schweden 1: Kullaberg

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Blick auf einen Küstenabschnitt der Kullaberg-Halbinsel bei Kullens Fyr.

Eine geologische Exkursion führte mich im Sommer 2015 ins Grundgebirge SW-Schwedens und nach Småland. Natürlich ging es hierbei nicht nur um das Aufsammeln von Leitgeschieben, sondern vor allem um einen Einblick in die geologischen Zusammenhänge vor Ort. Die Verhältnisse stellen sich komplizierter dar, als man es von der bloßen Auseinandersetzung mit „Leitgeschieben“ erwarten könnte, siehe z.B. die zahlreichen Ausprägungen und Übergänge des „Flammenpegmatits“ bzw. deformierten Pegmatits weiter unten. Als Resumee einer ersten geologischen Schwedenreise lassen sich zwei Punkte deutlich herausstellen: 1. ich habe viel zu viele Proben mit nach Hause genommen 2. die Zeit reichte meist nicht aus für umfassendere Einblicke in die jeweils regionale Geologie. In diesem ersten Teil nun folgt eine kurze und allgemeine Einführung in die Geologie des Südwestschwedischen Granulitgebietes. Wem das zu sehr ins geologisch „Eingemachte“ geht, kann gleich weiter herunter scollen zur Überschrift „Kullaberg“. Der Transskandinavische Magmatitgürtels (TIB) folgt in Teil 4. Die Berichte sind wie folgt gegliedert:

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KFH 5: Weitere Gesteine

Sphärolith-Porphyr

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Sphärolith-Porphyr, angefeuchtete Außenseite. In einer weißen, feinkörnigen (mikrographischen?) Grundmasse liegen zahlreiche runde, dunkelgraue Aggregate bzw. Flecken mit radialstrahligem Aufbau (Sphärolithe) und undeutlicher randlicher Begrenzung. Teilweise ist ein heller Kern in den Sphärolithen erkennbar.   Weiterlesen

KFH 4: Porphyre Teil 2

Porphyre aus dem Ostseeraum

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Brauner Ostsee-Quarzporphyr tritt in der KFH reichlich auf, hier ein kleineres Exemplar mit typisch „zerlegten“ Feldspateinsprenglingen (magmatische Korrosion), löchriger Oberfläche durch herausgewitterte Mafite und kleinen grauen Quarzeinsprenglingen in einer rötlich-braunen Grundmasse.   Weiterlesen